Muenzen.eu Forum

Zurück   Muenzen.eu > Forum > Sammlerthemen > Aufbewahrung, Pflege, Literatur und Sonstiges > Münzbörsen, -Messen, -Treffen

Antworten

 

Themen-Optionen Ansicht
Alt 20.09.2013, 13:32   #11
Beitrag Kambodscha plant Geld Museum

Heute einmal ein Tipp für die Zukunft.

Wie die "The Phnom Penh Post" berichtet, plant die National Bank of Cambodia eine geschichtliche Ausstellung ihrer Währung in einem neuen Money Museum. Die Eröffnung soll 2015 sein. Es wird das erste Museum im asiatischen Raum in dieser Form darstellen. Gedacht ist es vor allem für die einheimische Bevölkerung, aber auch für Touristen. Eine Webseite soll schon 2014 an den Start gehen, betreut vom Ministerium für Wirtschaft und Finanzen. Der Umbau des zweistöckigen Gebäudes aus dem Jahre 1920 wird etwa 4 Millionen US-Dollar kosten und das Hauptquartier der Cambodia Securities Exchange werden. Das Gebäude liegt am nördlichen Ende vom Freedom Park in der Nähe von Wat-Phnom.

"Wir wollen im Museum alte Dokumente und unsere Geschichte der Münzen und Scheine den Menschen zeigen", sagte ein Wirtschaftsprüfer von der Zentralbank, der nicht genannt werden wollte, da er nicht berechtigt war, mit den Medien über das Projekt zu sprechen.

"Ein Museum über kambodschanisches Geld würde auf jeden Fall helfen, der aktuellen lokalen Bevölkerung ein besseres Verständnis der nationalen Währung aufzuzeigen", sagte Sammler Allan Lim, der Autor der Währungsgeschichte von Kambodscha. "Es könnte die Bevölkerung Stolz auf eine nationale Währung geben, welches das Vertrauen in den Riel seit den 70er und 80er Jahren verloren hat."

Lim, der in Melbourne lebt, und kambodschanische Eltern hat, sagte, sein Erbe löste ein Interesse in die Währung des Landes aus. Nun hat er "vielleicht eine der größten Sammlungen von kambodschanischen Geld der Welt". Er erwägt, einen Teil davon dem neuen Museum zu spenden.

Funde von Silber- und Goldmünzen stammen aus Nokor Phnom, ein altes Pre-Angkor-Reich. Münzen aus dem 15. bis zum 18. Jahrhundert trugen Designs von Hasen, Elefanten, Pferde, Krabben, Pfauen, Lotusblumen und der Garuda, ein mythischer Vogel in hinduistischen und buddhistischen Religionen.

Es gibt eine antike Währung von König Norodom aus dem 19. Jahrhundert und Französisch-Indochina Piastre Münzen und Banknoten, die in Kambodscha, Laos und Vietnam von 1885 bis 1952 verwendet, während des französischen Protektorat Zeitraumes.

Seit seiner Wiedereinführung setzt die National Bank of Cambodia neue Konfessionen ein, einschließlich der Mai-Ausgabe einer 100.000 Riel Banknote, das Äquivalent von 25 US-Dollar zu lösen.

Es ist nicht klar, welche Formen der kambodschanischen Währung es in dem Museum geben wird, oder es wird ganz auf die zeitgenössischen Riel abzielen.



Die Währung in Kambodscha:

Der Riel oder auch Khmer-Riel ist seit 1956 die Währung Kambodschas. Die offizielle Abkürzung nach ISO 4217 ist KHR, eine andere gebräuchliche Abkürzung ist CR. Die Währung wurde nach der Unabhängigkeit 1953 erstmals eingeführt. Während der Herrschaft der Roten Khmer war Geld in Kambodscha abgeschafft. Nach dem Ende des Regimes wurde der Riel 1980 erneuert, leidet in der Bevölkerung aber unter einem dauerhaften Vertrauensverlust.

Der kambodschanische Name Riel bedeutet auf deutsch “kleines Fischchen” und bezieht sich auf die im Mekong und im Tonle Sap zu Milliarden vorkommenden, nur wenige Zentimeter großen, sardellenartigen Fische. So bekommt man zum Beispiel in Kambodscha für 100 kleine Fische eine Schale Reis eingetauscht.

Der Riel wird als Zahlungsmittel regelmäßig nur im lokalen Handel benutzt, für größere Geschäfte oder im Tourismus wird hauptsächlich der US-Dollar benutzt. Seit 2007 gibt es von Seiten der Sam-Rainsy-Partei und der Politikerin Tioulong Saumura verstärkte Bestrebungen, die Verwendung des US-Dollars als Zahlungsmittel in Kambodscha einzudämmen und den Riel zu forcieren. Hauptargument der Befürworter der „Entdollarisierung“ ist die Tatsache, dass der US-Dollar die gängige Währung im internationaler Drogen- und Waffenhandel, bei Geldwäsche und Terrorismus sei.Für den Dollar spricht dagegen die Inflationssicherheit und damit auch eine höhere Investitionsbereitschaft aus dem Ausland.
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg zukünftiges Money-Museum, bis 2001 als Reisebüro genutzt.jpg (41,5 KB, 2x aufgerufen)
Dateityp: jpg Camboya.jpg (81,2 KB, 3x aufgerufen)
Dateityp: jpg Cambodia-1000-Riel-rv.jpg (40,6 KB, 1x aufgerufen)
Dateityp: jpg Cambodia-20000-Riel-rvjpg.jpg (36,9 KB, 1x aufgerufen)
Dateityp: jpg Cambodia-100000-Riel-av.jpg (50,5 KB, 2x aufgerufen)
Dateityp: jpg Cambodia-100-Piaster-rv.jpg (36,1 KB, 2x aufgerufen)
Dateityp: jpg Cambodia-200-Piaster-av.jpg (35,9 KB, 2x aufgerufen)
 
Alt Anzeige
Alt 11.04.2014, 13:51   #12
Beitrag Deutsche Bundesbank erneuert Geldmuseum

Die Deutsche Bundesbank stellt das Geldmuseum am Standort der Zentrale in Frankfurt am Main neu auf. Die Dauerausstellung wird vollständig neu konzipiert und räumlich vergrößert. "Im Geldmuseum wird künftig für die Besucherinnen und Besucher das Geldwesen erlebbar sein", erklärt Bundesbankpräsident Jens Weidmann. "Wir werden möglichst viele Bezüge zum konkreten Alltag der Besucherinnen und Besucher herstellen, um die komplexe Arbeit der Zentralbank und die Bedeutung stabilen Geldes zu verdeutlichen." Themen wie Finanzmarktstabilität oder Bankenaufsicht würden erstmals systematisch berücksichtigt. Vervollständigt werde dieses Angebot durch vielfältige Informationen zur Geschichte des Geldes.

Aufgrund der größeren Kapazitäten für Vorträge und Workshops wird das Geldmuseum künftig die museumspädagogischen Angebote erweitern und vertiefen. Zudem wird die Barrierefreiheit der Ausstellung verbessert. Auf vielfachen Wunsch der Museumsgäste wird auch die Cafeteria neu gestaltet.

Im 1999 eröffneten Geldmuseum informierten sich bislang weit mehr als eine halbe Million Besucherinnen und Besucher über das Thema Geld. Mit dem umfangreichen Programm an Vorträgen, Themenführungen, Workshops und Seminaren ist das Geldmuseum ein zentraler Ort der ökonomischen Bildungsarbeit der Deutschen Bundesbank.

Wegen des Umbaus wird das Geldmuseum vom 1. September 2014 an für gut zwei Jahre schließen. Ein Besuch des Museums ist in dieser Zeit nicht möglich; auch Veranstaltungen finden während des Umbaus nicht statt. Die Eröffnung des neuen Geldmuseums ist für Ende 2016 geplant.

Übrigens: Im Geldmuseum schon jetzt zu sehen...

Der neue 10-Euro-Geldschein setzt die zweite Euro-Banknotenserie fort. Diese wird „Europa-Serie“ genannt, da die Banknoten im Wasserzeichen und im Hologramm ein Porträt der Europa enthalten – einer Gestalt der griechischen Mythologie und die Namensgeberin unseres Kontinents. Die neuen 10-Euro-Geldscheine werden ab dem 23. September 2014 in Umlauf kommen.

In einer Sondervitrine im Geldmuseum kann der neue 10-Euro-Schein aber schon jetzt im Original in Augenschein genommen werden. Im Vergleich mit dem ebenfalls gezeigten bisherigen Geldschein lassen sich die Veränderungen deutlich erkennen, zudem werden einige der neuen Sicherheitsmerkmale wie z.B. die Smaragdzahl oder das Porträt-Hologramm erklärt.

Geldmuseum der Deutschen Bundesbank
Wilhelm-Epstein-Straße 14
60431 Frankfurt am Main

Öffnungszeiten:

Mo, Di, Do, Fr: 10:00-17:00 Uhr
Mi: 10:00-21:00 Uhr
Sonn- und Feiertage: 10:00-17:00 Uhr
Sa: geschlossen

Ostersonntag, 1. Mai, 9. Mai, 11. Mai, 12. Mai und 31. Aug. 2014 ist das Museum ebenfalls geschlossen

Der Eintritt ist frei.
Das Museum ist barrierefrei.


Bilder: © Deutsche Bundesbank
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg geldmuseum_gebaeude.jpg (21,9 KB, 3x aufgerufen)
Dateityp: jpg 10_euro_serie2.jpg (57,3 KB, 4x aufgerufen)
Dateityp: jpg bundesbank_geldmuseum_1.jpg (31,1 KB, 4x aufgerufen)
Dateityp: jpg bundesbank_geldmuseum_2.jpg (33,3 KB, 5x aufgerufen)
Dateityp: jpg bundesbank_geldmuseum_3.jpg (28,2 KB, 3x aufgerufen)
Dateityp: jpg bundesbank_geldmuseum_4.jpg (32,9 KB, 2x aufgerufen)
 
Alt 16.05.2014, 17:52   #13
Beitrag Bank of Cyprus - Banknotenausstellung

Die Bank von Zypern - Kulturstiftung - lädt anlässlich des Internationalen Museumstages 2014 herzlich ein zur Eröffnung der Ausstellung "Zypern Banknoten: • Umwelt • Geschichte • Volkskunst". Die Ikonographie durch die Sammlungen der Kulturstiftung der Bank von Zypern beginnt am 16. Mai 2014 um 19:30 Uhr. Die Ausstellung läuft vom 16. Mai 2014 bis Juni 2015 immer Montags - Sonntags von 10:00 - 19:00 Uhr.

Das Museum wurde 1995 gegründet und seitdem ist es das einzige seiner Art in Zypern. Ein großer Teil der Sammlung der Stiftung des Münzkabinetts ist in einer Dauerausstellung zu sehen. Die Präsentation von mehr als 500 Münzen ist in neun chronologischen Perioden (23 Vitrinen) unterteilt, Spuren einer turbulenten Geschichte Zyperns, von den ersten Münze auf der Insel im 6. Jahrhundert v. Chr. bis in die Gegenwart.

Mit der Gründung der Kulturstiftung im Jahr 1984 vermachte die Bank of Cyprus der Stiftung unter anderem Kunstwerke, seltene Dokumente und Antiquitäten sowie eine kleine Sammlung von zypriotischen Münzen, meist in mittelalterlichen Provenienz. Diese Münzen bildeten den ersten Kern der Sammlung, der sich zu einem bedeutenden Schatz, der die gesamte Palette von der zypriotischen Münzen aus der Zeit der Stadtkönigreiche in der Mitte des 6. Jahrhundert v. Chr. bis zu den modernen Themen der Republik Zypern erstreckt.

Das Gebäude, das die beiden Museen (Museum der George und Nefeli Giabra Pierides Sammlung und Museum der Geschichte des zypriotischen Geldes) beherbergt, durch die Kulturstiftung der Bank von Zypern kuratiert, sowie der Agora-Shop, befinden sich im Herzen von Nikosias Altstadt.



Adresse:

Bank of Cyprus Kulturstiftung
86-90 Phaneromenis Str.,
1011 Nicosia,
Zypern

Kontakt: Tel. 00357 22 128157


Der AGORA SHOP hat folgende Öffnungszeiten:
Montag - Freitag: 8:00 bis 14:00 Uhr
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg visitUs_img.jpg (54,9 KB, 1x aufgerufen)
Dateityp: jpg first_en_1.jpg (20,6 KB, 1x aufgerufen)
Dateityp: jpg mezz_en_new.jpg (22,8 KB, 1x aufgerufen)
Dateityp: jpg ground_en_new.jpg (22,6 KB, 1x aufgerufen)
 
Alt 21.06.2014, 14:54   #14
Beitrag Die Münzen von Kaiser Karl dem Großen

Eine neue Ausstellung zum 1200. Jubiläum des Todes Karls des Großen, 'Leuchtfeuer, König und Vater von Europa' in der Octagon-Galerie des Fitzwilliam Museum, Cambridge (UK) eröffnet.

Aufbau eines Imperiums: Geld, Handel und Macht in der Zeit Karls des Großen zeigt eine Auswahl der schönsten mittelalterlichen Münzen aus der museumseigenen Sammlung (Franken, Anglo-Saxon, Viking, byzantinische und islamische), um die komplexen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen der Zeit zu veranschaulichen.

Die Epoche Karls des Großen, aber auch er ganz persönlich, hat wesentlich dazu beigetragen, dass der kulturelle Niedergang, der als Folge der Völkerwanderung, des Untergangs des Weströmischen Reiches und der im Frühen Christentum zu beobachtenden bildungsfeindlichen Tendenzen in weiten Teilen Europas eingetreten war, aufgehalten und umgekehrt wurde. Die Eroberung großer Teile Europas eröffnete Karl die Möglichkeit, auf der Grundlage der lateinischen Sprache und Schriftkultur, der antiken Überlieferung und des Christentums eine kulturelle Überformung des gesamten Reiches herbeizuführen, die bis heute nachwirkt und die Entwicklung Europas, anders als etwa Asiens oder Afrikas, zu einem bei allen regionalen Unterschieden vergleichsweise einheitlichen Kulturraum in die Wege geleitet hat. Auch Gebiete, die nie zum Römischen Reich gehört hatten und keinen Anteil an der antiken Stadtkultur besaßen, wie weite Teile des heutigen Deutschlands, wurden von dieser kulturellen Bewegung erfasst, deren wichtigste Träger die vom Herrscher aktiv geförderten Klosterschulen waren.

Das ehedem gänzlich uneinheitliche Geldwesen wurde ebenfalls reformiert. Die Goldbindung des Geldes wurde aufgegeben, der Silberdenar als reichsweit geltende verbindliche Währung eingeführt. Ein Solidus bzw. Schilling waren 12 Denar; ein Pfund (libra), dessen Gewicht gegenüber dem antiken Maß erhöht wurde, entsprach 20 Solidi. In Karls Münzordnung wurde festgelegt, dass aus einem Pfund Silber 240 Pfennige (Denare) geprägt werden müssen. Der angelsächsische König Offa von Mercien übernahm zur gleichen Zeit diese Regelung, die in England bis 1971 in Kraft war.

Die Ausstellung 'Für ein Empire: Geld, Handel und Macht in der Zeit Karls des Großen' ist in der Zeit vom 3. Juni 2014 bis 3. August 2014 zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Fitzwilliam Museum
Trumpington Street
Cambridge
CB2 1RB
Großbritannien

Tel.: 01223 332900
Fax: 01223 332923
E-Mail: [email protected]

Museum Öffnungszeiten

Dienstag - Samstag:
10.00 bis 17.00 Uhr

Sonn- und Montagsfeiertag:
12.00 bis 17.00 Uhr

Geschlossen: Montags, Karfreitag, 24.-26. und 31. Dezember und am 1. Januar.
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg fitz_museum.jpg (94,6 KB, 1x aufgerufen)
Dateityp: jpg 20140.jpg (17,5 KB, 1x aufgerufen)
Dateityp: jpg 20141.jpg (54,4 KB, 1x aufgerufen)
Dateityp: jpg 20142.jpg (63,6 KB, 1x aufgerufen)

Geändert von lurelee (21.06.2014 um 15:00 Uhr)
 
Alt 02.07.2014, 19:43   #15
Beitrag "Geld-Design-PIN" Ventspils Museum

Im Ventspils Museum beginnt eine Ausstellung mit dem Thema "Geld-Design-PIN".

Die Multimedia-Ausstellung zeigt von mehr als 40 Künstlern die bedeutendsten lettischen Ventspils Banknoten, die lettischen Münzen bis zum Euro neben Schloss und Stadtgeschichte, die mehrere Jahrhunderte umfasst (einschließlich Kurland und Semgallen Münzsammlung).


Wer mehr über Ventspils wissen will, kann diese deutschsprachige Seite besuchen:

http://www.visitventspils.com/de/start/


Ausstellung Geld-Design-PIN
2. Juli bis 30. September 2014
Ventspils Museum
17 John Street
Ventspils
Lettland
Di-So 10-18 Uhr
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg 1046.jpg (32,6 KB, 0x aufgerufen)
Dateityp: jpg dsc.jpg (85,0 KB, 0x aufgerufen)
Dateityp: jpg 500_venti.jpg (98,5 KB, 0x aufgerufen)
 
Alt 01.08.2014, 08:13   #16
Beitrag Face to Face

Face to Face

Die Kunst des Porträts

Durch die seit 1976 dauerhaft aufgestellte Habsburger Porträtgalerie ist Schloss Ambras Innsbruck prädestiniert, der Kunst des Porträts eine eigene Schau zu widmen. Die Sonderausstellung, die das Thema in einem weiten chronologischen Überblick vorstellt, konzentriert sich auf die wesentlichen Porträtkategorien, die sich seit der Antike entwickelt haben und bis in die Gegenwart kontinuierlich erweitert wurden. Das Bildnis als (vermeintlich) objektive Darstellung eines Individuums, als dauerhaftes Abbild des Vergänglichen, als „zweites Ich“, als Ausdruck der eigenen Selbstdarstellung und als Momentaufnahme, als familiäres Erinnerungszeichen und als Freundschaftsgabe, als Investition in den Nachruhm und die Memoria über den Tod hinaus – die Facetten des Porträts sind vielschichtiger als auf den ersten Blick gedacht.

Anhand von charakteristischen Beispielen werden in der Ausstellung repräsentative Bildnisse von Herrschern und Mächtigen, private bürgerliche Porträts, Bilder von Paaren, Geschwistern und Familien, Bildnisserien und bebilderte Chroniken ebenso gezeigt wie diverse Sonderformen, z. B. Künstlerselbstporträts und Totenbildnisse.

Neben Werken aus Renaissance, Barock und Aufklärung – von Lukas Cranach d. Ä., Hans Holbein d. J., Sofonisba Anguissola, Rembrandt Harmensz. van Rijn, Joshua Reynolds und anderen – sind auch Künstler des 19. und 20. Jahrhundert vertreten, so etwa Hans Makart, Pablo Picasso, Andy Warhol oder Cindy Sherman. Der Besucher wird konfrontiert mit den verschiedenen Erscheinungsformen des Porträts in seiner alltäglichen Umgebung, die gerade in heutiger Zeit auch durch die neuen Medien omnipräsent sind.

Die Ausstellung präsentiert ca. 100 Werke aus bedeutenden europäischen Sammlungen. Neben Exponaten aus den Beständen von Schloss Ambras werden hochkarätige Objekte aus den verschiedenen Sammlungen des Kunsthistorischen Museums Wien gezeigt (Antikensammlung, Gemäldegalerie, Hofjagd- und Rüstkammer, Kaiserliche Wagenburg, Kunstkammer, Münzkabinett, Theatermuseum).

Als Leihgeber wurden zudem wichtige internationale und nationale Museen, Institutionen und Privatsammlungen gewonnen: Bayerische Staatsgemäldesammlungen München, Bayerisches Nationalmuseum München, Staatliche Graphische Sammlung München, Germanisches Nationalmuseum Nürnberg, Albertina Wien, Belvedere Wien, Fürstliche Sammlungen Liechtenstein The Princely Collections Wien-Vaduz, MAK Österreichisches Museum für angewandte Kunst Wien, Österreichische Nationalbibliothek Wien, Porzellanmuseum im Augarten Wien, Wien Museum, Marton Museum Samobor, Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Innsbruck, Universitätsbibliothek Innsbruck u. a. m.


Information

12. Juni 2014 bis 28. September 2014
Schloss Ambras Innsbruck
Schlossstraße 20, 6020 Innsbruck

Öffnungszeiten
Täglich, 10 – 17 Uhr
Einlass ist jeweils bis eine halbe Stunde vor Schließzeit!

Eintrittspreise

April bis Oktober

Jahreskarte € 34
Erwachsene € 10
Ermäßigt € 7
Familienkarte € 18
Gruppen p.P.
(ab 10 Personen) € 7
Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren frei)


Die Ambraser Porträtgalerie ist nur von April bis Oktober zugänglich! Am 15. August 2014 (Maria Himmelfahrt) hat das Schloss Ambras Innsbruck für Sie geöffnet!


Zur Ausstellung erscheint ein Katalog: Medieninhaber und Herausgeber: Generaldirektorin Dr. Sabine Haag, Kunsthistorisches Museum, Wien, 1010 Wien, Burgring 5. Auflage: 1.000 Stück, Umfang ca. 240 Seiten, Format 28 x 24 cm, Preis ca. 19,90 Euro.

Bilder: © Kunsthistorisches Museum Wien.
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg Chateau_ambras.jpg (19,6 KB, 1x aufgerufen)
Dateityp: jpg 14.jpg (19,2 KB, 0x aufgerufen)
Dateityp: jpg 15.jpg (19,4 KB, 0x aufgerufen)
Dateityp: jpg 16.jpg (20,5 KB, 0x aufgerufen)
Dateityp: jpg 17.jpg (21,9 KB, 0x aufgerufen)
Dateityp: jpg 18.jpg (26,2 KB, 0x aufgerufen)
 
Alt 01.08.2014, 10:39   #17
Beitrag Deutsche Bundesbank erneuert Geldmuseum

Die Deutsche Bundesbank erneuert das Geldmuseum (siehe hier den Bericht: http://www.muenzen.eu/forum/muenz-au...html#post12271)

Die Deutsche Bundesbank schreibt:

Bundesbank schließt Geldmuseum ab 30. August 2014 für den Umbau

Die Deutsche Bundesbank erneuert und vergrößert ihr Geldmuseum in Frankfurt am Main. Die aktuelle Ausstellung kann noch bis zum 29. August 2014 besucht werden. Die Eröffnung des neuen Geldmuseums ist für Ende 2016 geplant. In der Zwischenzeit bleibt das Geldmuseum geschlossen.

"Das neue Geldmuseum wird ein Lern- und Erlebnisort sein", erläuterte Dr. h. c. Rudolf Böhmler, Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank. "Mit einer anschaulichen und innovativen Inszenierung werden wir im Rahmen der ökonomischen Bildung grundlegendes Wissen über Geld, seine Geschichte und über die Aufgaben einer Zentralbank vermitteln. Im Zentrum wird die Bedeutung stabilen Geldes für Wirtschaft und Gesellschaft stehen."

Im Zuge der Neugestaltung des Geldmuseums werden auch die Kapazitäten für Vorträge, Workshops und museumspädagogische Angebote erweitert.

Die Bibliothek der Deutschen Bundesbank, die sich im Gebäude des Geldmuseums befindet, kann weiterhin montags bis freitags von 10:00 bis 17:00 Uhr nach Anmeldung besucht werden.


+


Zum Frankfurter Museumsuferfest vom 29. bis 31. August 2014 lädt das Geldmuseum der Deutschen Bundesbank in sein Zelt am nördlichen Mainufer ein. Bei einem Wissens-Quiz zum Thema Euro-Bargeld und beim Schreddergeld-Schätzspiel warten attraktive Preise auf die Gewinner.

Hauptpreise sind eine 20-Euro-Goldmünze beim Wissens-Quiz und eine 100-Euro-Goldmünze beim Schreddergeld-Schätzspiel. Alle Besucherinnen und Besucher können sich eine Erinnerungsmedaille prägen. Kinder gestalten in einem Workshop ihre eigenen Geldscheine.

Das Zelt des Geldmuseums ist geöffnet:

Freitag, 29.08.2014, 15:00 - 24:00 Uhr
Samstag, 30.08.2014, 11:00 - 01:00 Uhr
Sonntag, 31.08.2014, 11:00 - 24:00 Uhr


Bild: © Deutsche Bundesbank
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg museumsuferfest_luftballons.jpg (38,3 KB, 1x aufgerufen)
 
Alt 28.08.2014, 16:50   #18
Beitrag Münzausstellung im Schloss Krobnitz: 1000 Jahre Oberlausitz

1000 JAHRE GELDGESCHICHTE DER OBERLAUSITZ vom 30.08.- 05.10.2014

Als vor etwa 1000 Jahren die in der Oberlausitz siedelnden slawischen Stämme von den deutschen Königen und Kaisern bedrängt und schließlich tributpflichtig wurden, machten sich Zahlungsmittel notwendig. Silberschmuck und fremdländische Münzen wurden einfach zerkleinert und nach Bedarf und Gewicht als Geld genutzt. Zahlreiche Hacksilberfunde in der Oberlausitz künden von dieser Praxis – sie sind der Beginn der Oberlausitzer Geldgeschichte.

In der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts begann der Meißner Markgraf Konrad in Bautzen, dem neuen Bollwerk im Slawenland, Münzen zu prägen. Es waren hauchdünne und nur einseitig geprägte Denare oder Pfennige, heute Brakteaten genannt. Als 1156 die Oberlausitz zu Böhmen kam, setzten deren Herzöge und Könige die Münzprägung in Bautzen fort. Ein Jahrhundert später wurden auch in Zittau und Görlitz Brakteaten geschlagen. Aus Görlitz ist ein einzigartiger Brakteat mit der Randschrift GORLIC erhalten geblieben. Die böhmische Münzreform im Jahr 1300 veränderte die Geldwirtschaft Europas.

Der neue Prager Groschen im Wert von zwölf Pfennigen war fortan das Geld der Oberlausitz. In Görlitz, damals die größte und bedeutendste Stadt der Region, wurde im 15. und 16. Jahrhundert zum Ärger der Nachbarn selbstbewusst eigenes Geld geprägt. Zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges kamen so genannte Kippermünzen auf, sie wurden auch in Kamenz und Görlitz geschlagen. Als 1635 die Oberlausitz zu Sachsen wechselte, erprobte der sächsische Kurfürst Johann Georg II. sogleich in Bautzen eine für ihn vorteilhafte Münzverschlechterung. Die 1666 etablierte staatliche Münzstätte Bautzen prägte Geld mit geringerem Silberanteil. Auch wenn dieser Versuch scheiterte, sind uns daraus prächtige Münzen mit der Aufschrift MONETA NOVA SUPERIORIS LUSATIÆ – „Neues Geld der Oberlausitz“ – überliefert.

Die Geldgeschichte der Neuzeit war von sächsischem Geld gekennzeichnet, doch schon 1815 mussten sich die Bewohner im Raum Hoyerswerda, Muskau, Görlitz und Lauban auf neue preußische Münzen und Geldscheine einstellen. Der Wiener Kongress hatte die Oberlausitz in Sachsen und Preußen gespalten. Erst die Einführung der Mark als Reichswährung im Jahre 1871 brachte ihr wieder einheitliches Geld. Graf von Roon, damals Hausherr auf Schloss Krobnitz, war neben Fürst von Bismarck einer der Begründer des Deutschen Reiches, Interessante regionale Besonderheiten des Geldverkehrs sind alte Brauzeichen, Zehrpfennige der Handwerkszünfte, Belagerungsgeld aus dem Siebenjährigen Krieg, sowie die unzähligen Ersatzgeldausgaben der Consumvereine, Firmen oder Gemeinden. Letztere hatten ihren Höhepunkt in Form von Münzen und Geldscheinen während des Ersten Weltkrieges und der Inflation. Als Ausdruck der wirtschaftlichen Stärke der Oberlausitz gelten dagegen die aufwändig gestalteten Aktien großer Industriebetriebe. Das eigenartigste Geld sind jüdische Schekel aus Görlitz – was hatten sie wohl zu bedeuten?

Die Sächsische Numismatische Gesellschaft und ihre fünf Oberlausitzer Münzvereine in Bautzen, Bischofswerda, Görlitz, Kamenz und Schönau-Berzdorf präsentieren gemeinsam mit dem Schlesisch-Oberlausitzer Museumsverbund Krobnitz eine reiche Auswahl numismatischer Objekte zur 1000-jährigen Geldgeschichte der Oberlausitz.

Sie werden dabei unterstützt durch attraktive Leihgaben der Museen der Oberlausitzer Sechsstädte Bautzen, Görlitz, Kamenz, Löbau, Zittau und Lauban/Lubań, privater Sammler, sowie staatlicher und kirchlicher Einrichtungen: - Münzkabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden - Sächsisches Landesamt für Archäologie Dresden - Oberlausitzische Bibliothek der Wissenschaften Görlitz - Sorbisches Museum Bautzen - Schlesisches Museum Görlitz - Unitätsarchiv Herrnhut - Ratsarchiv Görlitz

Das Landesamt für Archäologie präsentiert erstmals den erst 2008 beim Abbruch der Friedhofsmauer gehobenen Münzschatz von Nieder Seifersdorf – er ist das zentrale Ausstellungsobjekt. Die Leihgeber stellen hauptsächlich Objekte vom Rande der Numismatik aus. So erwarten den Besucher auch ein kostbarer barocker Münzsammelschrank, kunstvolle Medaillen und zugehörige Gemälde, bibliophile numismatische Bücher und Münzprägelisten aus dem 15. Jahrhundert, Münzschmuck sorbischer Bräute, historische Geldbehältnisse, regionale Geldscheine mit ihren Druckstöcken, prächtige Aktien Oberlausitzer Firmen, sowie den historischen Sechsstädtebundpokal aus Löbau.

PROGRAMM und BEGLEITVERANSTALTUNGEN (alle Veranstaltungen sind öffentlich)

30. August, ab 10.00 Uhr (Teilnahme mit Anmeldung): - Feierliche Vernissage mit Vertretern aus Politik und Kultur; Herr Landrat Bernd Lange führt die Schirmherrschaft - Ganztägig internationales Vortragsprogramm (Anmeldungen bitte schriftlich an: Numismatischer Club Görlitz, PF 300114, 02826 Görlitz)

6.–7. September, ganztägig: - 2. Oberlausitzer Gartenfest im Schloss und Park Krobnitz - Der Eintritt berechtigt zum Besuch der Münzausstellung; die Münzvereine Görlitz und Schönau-Berzdorf sind in historischen Kostümen präsent

13. September, 14.00 Uhr, Vortrag: - Peter Gärtig, Görlitz: „Das 110-jährige Vereinsjubiläum des Numismatischen Clubs zu Görlitz“

20. September, 14.00 Uhr, Vortrag: - Heiko Ziesch, Vorsitzender Münzverein Bischofswerda: „Der Prager Groschen von 1300 bis 1547 und seine Teilstücke“

27. September, 13.30 Uhr, Treffen der Ortschronisten, mit Vortrag: - Lars-Gunter Schier, Seifhennersdorf: „Der Münzfund Nieder Seifersdorf“

4. Oktober, 13.30 Uhr , Offene Finissage mit kleinem Vortragsprogramm: - Vortrag, Roland Kahlert, Club der Münzfreunde auf dem Eigen, Schönau-Berzdorf: „Das Papiergeld der Oberlausitzer Sechsstädte im Mantel der Zeit“ - Vortrag, Lars-Gunter Schier, Seifhennersdorf: „Das ehemals Wasserschlebensche Münz- und Medaillenkabinett zu Görlitz“ - Matthias Koksch, Vorsitzender Numismatischer Verein zu Bautzen: Resümee & Ausblick

An allen Wochenenden: - Numismatiker stehen für Fragen, Beratung, Münzbestimmung und Führungen bereit - Schatzsuche für Kinder - Verkauf von Sammlerliteratur und Erinnerungsmedaillen - Café geöffnet Führungen auch werktags nach vorheriger telefonischer Absprache

Anlässlich der Münzausstellung wird der bekannte Dresdner Medailleur Peter Götz Güttler eine Künstlermedaille erschaffen.

Programm zur Vernissage am 30. August 2014

10.00 Uhr Eröffnung und Grußworte

Herr Ulrich Schubert, Vorsitzender Numismatischer Club Görlitz Herr Landrat Bernd Lange, Schirmherr der Münzausstellung Herr Dr. Steffen Menzel, Geschäftsführer Museumsverbund Herr Dr. Rudolf Reimann, Präsident Sächsische Numismatische Gesellschaft Musikalische Umrahmung: Kreismusikschule Dreiländereck

10.30 Uhr Vortrag Dr. Steffen Menzel, Geschäftsführer Schlesisch-Oberlausitzer Museumsverbund: „Schloss Krobnitz und seine Besitzer“

11.00 Uhr Vortrag Dr. Rainer Grund, Direktor Münzkabinett Dresden (SKD): „Medaillen und Gedenkmünzen auf die Unterwerfung und Übernahme der Oberlausitz durch Kursachsen“

Besichtigung der Ausstellung, Sektempfang und Kulinarium

13.30 Uhr Schlossparkführung Spaziergang zur Grablege des Grafen von Roon mit dem Hausherren Dr. Steffen Menzel

14.00 Uhr Diskussionsbeitrag Dr. Łukasz Tekiela, Dyrektor Muzeum Regionalne w Lubaniu (Lauban): “Zur polnischen Oberlausitzforschung und Identitäts-wahrnehmung”

14.30 Uhr Vortrag Wieland Schäfer, Neusalza-Spremberg: „Die Wirtschaftskraft der Oberlausitz im Spiegel ihrer Aktien“

15.30 Uhr, Pause mit Kaffee und Kuchen

16.00 Uhr Vortrag Jörg Bäuerle, Vorsitzender Kamenzer Münzfreunde: „Die Münzfundlandschaft der westlichen Oberlausitz“


Schloss Krobnitz
Am Friedenstal 5
02894 Reichenbach, OT Krobnitz
Tel. (035828) 8 87 00
Fax. (035828) 8 87 01

Öffnungszeiten:
Di.- So. 10.00 – 17.00 Uhr


Bild: © Schlesisch-Oberlausitzer Museumsverbund
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg HPB_080427_034k1_web.jpg (61,3 KB, 0x aufgerufen)
 
Alt 16.02.2015, 19:35   #19
Beitrag Ausstellung im Geldmuseum der Oesterreichischen Nationalbank

Kauri, Gold und Cybercoins – Formen des Geldes

Eine Ausstellung im Geldmuseum der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB)

So vielfältig wie die menschlichen Kulturen und Lebensweisen sind, so unterschiedlich sind die daraus hervorgegangenen Geldformen, die von der Kaurischnecke bis zu Bitcoin reichen. Diesem breiten Spektrum widmet sich die neue Ausstellung im Geldmuseum der Oesterreichischen Nationalbank vom 17. Februar 2015 bis 29. Jänner 2016.

Kaum etwas geht durch so viele Hände und bewegt weltweit täglich so viele Menschen wie Geld in seinen unterschiedlichen Erscheinungsformen. Die Deckung täglicher Bedürfnisse, Freizeitaktivitäten und globale Wirtschaftsprozesse – es gibt wenig im Leben, das nicht von Geld abhängig ist. Der lange Weg vom Tauschhandel bis zur vernetzten Weltwirtschaft ist eng mit der Entwicklung des Geldwesens verknüpft. Über die Jahrtausende hinweg entstanden immer neue Wirtschaftsformen, die je komplexer sie wurden, immer neue Arten von Zahlungsmitteln hervorbrachten. Umgekehrt beeinflussen die vorhandenen Zahlungsmittel auch die jeweiligen wirtschaftlichen Möglichkeiten, sodass beides einer ständigen Wechselwirkung unterliegt.

Dies war bereits beim Tauschhandel und der Verwendung traditioneller prämonetärer Zahlungsmittel so. Regional in ihrer Verwendung oft eng begrenzte Zahlungsmittel, wie das meterhohe Steingeld der Insel Yap, stehen den über weite Distanzen gehandelten Kaurischnecken gegenüber. Manche traditionelle Zahlungsmittel, wie Schweinehauer und Hundezähne wirken heute anachronistisch und für Europäer vielleicht kurios. Auch in unseren Breiten erinnert mit dem kroatischen Kuna noch eine Währungsbezeichnung an Marderfelle, welche einst als Zahlungsmittel dienten.

Mit der Entstehung der ersten Münzen vereinfachte sich das Wirtschaftsleben. Preise konnten standardisiert und der Aufbau überregionaler Wirtschaftsbeziehungen durch die fortschreitende Monetarisierung erleichtert werden. Im Lauf der Zeit sollten immer wieder neue Münzvereinigungen und Währungsunionen den zwischenstaatlichen Handel fördern. In dieser Tradition steht auch der Euro, der als europäische Einheitswährung eine wesentliche Säule der Wirtschafts- und Währungsunion bildet.

Die rasante Entwicklung der Informations- und Telekommunikationstechnologie hat sich in den letzten Jahren auch massiv auf den Geldverkehr ausgewirkt. Der bargeldlose Zahlungsverkehr erfreut sich bei täglichen Bankgeschäften und beim Handel über das Internet immer größerer Beliebtheit. Neben Kreditkarten und E-Banking gewinnen daher laufend neue Verfahren, wie das Zahlen per Mobiltelefon oder die sogenannten Kryptowährungen, an Bedeutung. Insbesondere bei Letzteren – Bitcoin sei hier als Stichwort genannt – ist aber Vorsicht geboten, weil sie mit sehr hohem Risiko, bis hin zum Totalverlust, verbunden sind.

Trotzdem hat Bargeld weiterhin seine Berechtigung, stellt Gouverneur Univ. Prof Dr. Nowotny fest und verweist auf die wichtige Rolle der Notenbanken, die insbesondere darin besteht Vertrauen und Sicherheit der Bevölkerung in die Zahlungsmittel zu erhalten. Auch das Bargeld ist einer laufenden Weiterentwicklung unterworfen. Diese lässt sich in der Ausstellung an einer breiten Palette von Banknoten vom Wiener-Stadt-Banco-Zettel auf Büttenpapier über die neuen 10-Euro-Scheine mit ihren verbesserten Sicherheitsmerkmalen bis hin zu extremen Klimabedingungen trotzenden Hybrid- und Polymerbanknoten aus Nepal und Australien nachvollziehen. Daneben faszinieren Geldscheine aus ausgefallenen Materialien wie Stoff, Leder oder Holz.

Ausstellungsdauer: 17. Februar 2015 bis 29. Januar 2016

Öffnungszeiten des Geldmuseums:

Dienstag und Mittwoch von 9.30 Uhr bis 15.30 Uhr

Donnerstag von 9.30 Uhr bis 17.30 Uhr

Freitag von 9.30 Uhr bis 13.30 Uhr

Samstag bis Montag, an Feiertagen sowie am 24.12. und 31.12. geschlossen

Eintritt frei, Workshops und Führungen kostenlos



Adresse:

Oesterreichische Nationalbank, Geldmuseum, Otto-Wagner-Platz 3, 1090 Wien.


Bilder: © Oesterreichische Nationalbank
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg 01_Kaurischnecken.jpg (5,9 KB, 1x aufgerufen)
Dateityp: jpg 03_Cash-Münzen.jpg (7,4 KB, 1x aufgerufen)
Dateityp: jpg 09_verschiedene%20Zahlungsmittel.jpg (7,5 KB, 1x aufgerufen)
Dateityp: jpg 10_verschiedene%20Zahlungsmittel.jpg (10,0 KB, 2x aufgerufen)
 
Alt 08.06.2015, 17:09   #20
Beitrag Dresdner Münzkabinett - Die neue Dauerausstellung

Das Dresdner Schloss ist ein Renaissancebau in der Innenstadt von Dresden. Es war das Residenzschloss der sächsischen Kurfürsten (1547–1806) und Könige (1806–1918). Als Stammsitz der albertinischen Linie der Wettiner war es ab dem 16. Jahrhundert prägend für die kulturelle Entwicklung Dresdens. Die Residenz ist eines der ältesten Bauwerke der Stadt und baugeschichtlich bedeutsam, da alle Stilrichtungen von Romanik bis Historismus ihre Spuren an dem Bauwerk hinterlassen haben.

Das sich seit den 1980er Jahren im Wiederaufbau befindliche Schloss ist heute Heimstatt von fünf Museen: Historisches und Neues Grünes Gewölbe, Münzkabinett, Kupferstichkabinett und Rüstkammer mit Türckischer Cammer. Außerdem sind hier die Kunstbibliothek sowie die Generaldirektion der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden untergebracht. (Quelle Wikipedia)

+

Das Dresdner Münzkabinett ist mit fast 300.000 Objekten eine der größten und ältesten Universalmünzsammlungen Deutschlands und aufgrund seiner Bestände von europäischer Bedeutung. Seit der Schließung der permanenten Sammlung im Albertinum 2004 konnte es seinen Bestand nur in kleinen Ausschnitten in Sonderausstellungen zeigen. Am 7. Juni 2015 eröffnete das Münzkabinett im Georgenbau des Residenzschlosses eine vollkommen neu konzipierte, langersehnte Dauerausstellung und kehrt damit an seinen Ursprungsort zurück. So kann gleichzeitig eine weitere Etappe im Wiederaufbau des Schlosses vollendet werden.

Etwa 3.300 Exponate verdeutlichen auf 350 m² Ausstellungsfläche die Vielfalt und die historische Bedeutung von Münzen und Medaillen. Der Bestand beinhaltet unter anderem die weltweit größte Sammlung sächsischer numismatischer Objekte und gliedert sich in Münzen aller Länder von der Antike bis zur Gegenwart, historische und moderne Medaillen, Orden und Ehrenzeichen, Banknoten und historische Wertpapiere, Münz- und Medaillenstempel, Petschafte, Modelle, prämonetäre Zahlungsmittel sowie münztechnische Maschinen und Geräte.

Zum Auftakt wird im ersten Kabinett der Dauerausstellung unter dem Titel „Bergbau und Münzprägung in Sachsen“ die mehr als 900-jährige Münzgeschichte im meißnisch-sächsischen Raum dargestellt. Das Silbervorkommen im Erzgebirge begründete den Reichtum des Landes, der auch in der fürstlichen Repräsentation zum Ausdruck kommt.

Das nächste Kabinett beinhaltet den „Kosmos des Geldes“: die Entwicklung des Geldwesens von der Antike bis zur Neuzeit. In chronologischer Abfolge ist die Münzgeschichte vom Altertum bis zur Gegenwart in Deutschland und im europäischen Kontext zu erleben, wobei auf die beiden Aspekte der Münze als Informationsträger und als Zahlungsmittel eingegangen wird. Dabei spannt sich der Bogen über mehrere Währungsepochen von der Drachme bis zum Euro. Neben dem ebenfalls ausgestellten Papiergeld als wichtiger Erscheinungsform des Geldes werden die Themen Münztechnik und Münzsammeln anhand von verschiedenen Objekten veranschaulicht.

Schwerpunkt des Kabinettraums „Medaillen und Orden“ ist die Entwicklung der Medaillenkunst von der Renaissance bis zur Gegenwart. Die im 15. Jahrhundert in Italien entstandene neue Kunstgattung, eine Sonderform der reliefplastischen Kunst, ist in der Abfolge der Kunststile anhand herausragender Beispiele aus Sachsen, Deutschland und Europa vertreten. So wird z. B. auf die „Histoire métallique“ in der Blütezeit der Barockmedaille in Frankreich und in Sachsen besonders hingewiesen. Die Orden und Verdienstmedaillen als spezieller Bereich finden in diesem Kabinett ebenso Berücksichtigung.


Im Elbsaal werden acht verschiedene Themen „Rund ums Geld“ jeweils in einer eigenen Vitrine auf anschauliche Weise präsentiert. Diese Inszenierung bricht die ansonsten überwiegend chronologisch orientierte Gestaltungsweise der Ausstellung auf. Behandelt werden Themen wie Münze und Material, außergewöhnliche Geldformen oder originelle Münznamen. Unter dem Titel „Vom Taler zum Dollar“ wird der Siegeszug der seit mehr als einem halben Jahrtausend existierenden, weltweit erfolgreichsten Währung veranschaulicht. Präsentiert werden außerdem Waagen und Gewichte, Fälschungen, Rechenpfennige und Spielmarken, weiterhin in Brauch und Aberglauben verwendete sowie zu Schmuck verarbeitete Münzen.


Besucherinformationen

Öffnungszeiten Münzkabinett

10 bis 18 Uhr, dienstags geschlossen

Bibliothek des Münzkabinett

mittwochs 10 bis 17.30 Uhr oder nach Voranmeldung
Residenzschloss, Georgenbau, Schlossstraße 25

Eintrittspreise

Ticket Residenzschloss

Gültig für: Neues Grünes Gewölbe, Türckische Cammer, Rüstkammer im Riesensaal, Fürstengalerie, Hausmannsturm (April-Oktober), aktuelle Sonderausstellungen im Kupferstich-Kabinett außer Historisches Grünes Gewölbe

Eintrittspreis normal: 12,00 Euro
Eintrittspreis ermäßigt: 9,00 Euro
Kinder und Jugendliche unter 17 Jahren: frei
Gruppen ab 10 Personen, pro Person: 11,00 Euro
Audioguide: frei

Kombiticket Residenzschloss mit Zeitticket Historisches Grünes Gewölbe

Gültig für: Historisches Grünes Gewölbe, Neues Grünes Gewölbe, Türckische Cammer, Rüstkammer im Riesensaal, Fürstengalerie, Hausmannsturm (April-Oktober) sowie aktuelle Sonderausstellungen im Kupferstich-Kabinett
Eintrittspreis: 21,00 Euro
Audioguide: frei



Bild: © Kolossos
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg Dresdener_Schloss.jpg (62,6 KB, 3x aufgerufen)
 
Antworten

Themen-Optionen
Ansicht


Ähnliche Themen

Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Münz-Serie Deutsche Fußballvereine luxi59 Euromünzen 2 23.03.2010 16:48


Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 04:35 Uhr.


Powered by vBulletin® Version 3.8.9 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2021, Jelsoft Enterprises Ltd.
Content Relevant URLs by vBSEO 3.5.2
x

Willkommen im Muenzen.eu-Forum

informiere dich über neue Münzausgaben aus aller Welt und tausche dich mit gleichgesinnten Sammlerkollegen aus :)

Jetzt registrieren