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Alt 26.12.2014, 03:56   #21
Beitrag Bundesbank holt Edelmetall heim

Das deutsche Gold erregt die Gemüter. Seit Jahrzehnten lagert das Edelmetall der Bundesbank in den Tresoren von Notenbanken in Paris, London und New York. Das hat historische Gründe, und die Frankfurter Bundesbanker hat das nicht gestört: Sie haben keine Zweifel an der Sicherheit ihres Schatzes im Ausland. Trotzdem haben sie 2013 damit begonnen, tonnenweise wertvolle Barren aus dem Ausland in die Keller in der Frankfurter Zentrale zu bringen. Spätestens 2020 soll die Hälfte der deutschen Goldreserven in Deutschland lagern. Ende 2013 war nicht einmal jeder dritte der Goldbarren in Frankfurt gestapelt.

"Wir sind voll im Plan. Das Gold kommt hier an", sagt Bundesbank-Präsident Jens Weidmann nun. Das dürfte viele Deutsche freuen, die den wertvollen Schatz lieber in der Heimat wissen als in der Fremde. Denn die deutsche Öffentlichkeit ist misstrauisch, ob die Barren im Ausland überhaupt vorhanden sind und man im Krisenfall darauf zugreifen kann. Genau dies ist jedoch der Grund für die Lagerung außerhalb der eigenen Landesgrenzen.

Der Bundesrechnungshof verlangte gar eine genaue Bestandsaufnahme und regelmäßige Kontrollen. Die Bundesbank habe aber nicht etwa auf öffentlichen Druck reagiert, betont Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele: "Das Lagerstellenkonzept beruht auf einer autonomen Entscheidung des Bundesbank-Vorstandes. Diesen Beschluss setzen wir jetzt um."

Tatsächlich kam die Gold-Verlagerung 2013 nur schleppend in Gang. Von den 674 Tonnen Gold, die bis 2020 aus Paris und New York nach Frankfurt überführt werden sollen, kamen nur 37 Tonnen in Hessen an - fünf davon aus New York, der Rest aus Paris. Die Bundesbank begründete die geringen Mengen mit dem anfangs hohen logistischen Aufwand. Zudem werden die Barren aus Sicherheitsgründen nur in kleinen Tranchen überführt.

Schon 2014 sollte die Mission Gold-Verlagerung Fahrt aufnehmen. Im März hieß es, dass bis Jahresende 30 bis 50 Tonnen Gold aus New York und 50 Tonnen aus Paris nach Frankfurt gebracht werden sollen. Ob das tatsächlich gelungen ist, behält die Notenbank vorerst für sich. Thiele lässt sich bislang nur entlocken, dass die Bundesbank "voll im Zeitplan" liegt. Eine Sorge kann Thiele den Bürgern aber nehmen: "An der Integrität der Fed bestehen nicht die geringsten Zweifel. Das haben die bisher durchgeführten Transporte bestätigt."

Dass der Großteil des deutschen Goldes in den Tresoren der Fed, der Banque de France in Paris und der Bank of England in London lagert, hat historische Gründe. Ab Mitte 1951 baute die Bank deutscher Länder - die Vorgängerin der Bundesbank - Goldreserven auf. In den 1950er und 1960er Jahren wuchs der deutsche Goldschatz rasant: Die Wirtschaftswunderjahre brachten der Bundesrepublik dank des Exports viele Dollar ein, die bei der US-Zentralbank gegen Goldforderungen eingetauscht werden konnten.

Das Ergebnis: Heute hat die Bundesbank - nach den USA - den zweitgrößten Goldschatz der Welt. Ende November hatten die Barren einen Wert von 105 Milliarden Euro. Allerdings schwanken die Marktpreise: Ende 2000 war der Schatz nur rund 33 Milliarden Euro wert. Und das, obwohl sich die Frankfurter Jahr für Jahr von einigen wenigen Tonnen Gold trennen: Der Goldbestand reduziert sich durch den Verkauf an das Bundesfinanzministerium für das Prägen von Goldmünzen.

Während des Kalten Krieges war es durchaus gewollt, deutsches Gold "westlich des Rheins" und möglichst weit außerhalb der Landesgrenzen aufzubewahren. Seit der Euro-Einführung auf beiden Seiten des Rheins ist zumindest für den Standort Paris auch das Argument hinfällig, man könne das dort gelagerte Gold im Krisenfall in Devisen umtauschen: Daher soll dieser Lagerort in den kommenden Jahren aufgelöst werden.

Für New York und London gilt das nicht. Daher werden aus den USA nur 300 von mehr als 1500 Tonnen Gold nach Deutschland überführt, die 35.640 Barren in London bleiben unberührt. Das hat handfeste Gründe, wie Thiele betont: "Gold kann im Krisenfall beliehen oder in eine andere Währung getauscht werden. Deshalb bleibt ein Teil des Goldes in den Lagerstätten in New York und London."



Bild: © Deutsche Bundesbank
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Alt 26.12.2014, 16:48   #22
Beitrag Russland verkauft Goldreserven

Die russische Zentralbank gab bekannt, dass sich ihre Goldreserven binnen einer Woche um den Gegenwert von 4,3 Milliarden Euro verringert haben. Das an sich überrascht zwar nicht, doch es sind die ersten Verkäufe seit mindestens 10 Jahren.

Nach Angaben des World Gold Council hat Russland in den vergangenen 10 Jahren seine Goldreserven ausschließlich aufgestockt und seine Goldbestände verdreifacht. Im dritten Quartal 2014 allein hat Russland nicht nur am meisten Gold aufgekauft, mit 55 Tonnen hat es mehr Gold gekauft als alle anderen Zentralbanken zusammen. Darüber hinaus hat Russland auch seine Eigenproduktion hochgefahren. In den ersten neun Monaten dieses Jahres wurden in dem Riesenreich 217 Tonnen Gold produziert. So wuchsen die russischen Goldreserven in den letzten Jahren stetig an. Zurückgegriffen hat der Kreml auf seine Goldreserven jedoch nicht. Bis jetzt zumindest. Um den unter starkem Druck stehenden Rubel zu stützen, wendet sich die russische Zentralbank offensichtlich von ihrer bisherigen Strategie ab.

Um den frei fallenden Rubel abzufangen und gegen die rasende Inflation vorzugehen, greift sie nun auch auf ihre Goldreserven zurück. Der Verkauf von Teilen ihrer Goldreserven geht dabei Hand in Hand mit anderen Maßnahmen wie der erneuten Erhöhung des russischen Leitzinses, der am Donnerstag (11.12.14) von 9,5 auf 10,5 Prozent angehoben wurde, wie die russische Zentralbank mitteilte. Zu Beginn des Jahres stand der Leitzins noch bei 5,5 Prozent. Bis zum Jahresende erwartet die Bank eine Inflationsrate von 10 Prozent, die sie laut Mitteilung mittelfristig auf 4 Prozent senken will. Weitere Zinssteigerungen könnten folgen.
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Alt 19.01.2015, 17:15   #23
Beitrag Bundesbank setzt Goldverlagerungen erfolgreich fort

Deutsche Bundesbank schreibt:

Die Bundesbank hat die Goldverlagerungen im vergangenen Jahr erfolgreich fortgesetzt und weiter intensiviert. 2014 wurden 120 Tonnen Gold von ausländischen Lagerstellen nach Frankfurt am Main verlagert, davon 35 Tonnen aus Paris und 85 Tonnen aus New York. "Die Umsetzung unseres neuen Gold-Lagerstellenkonzeptes verläuft reibungslos. Wir liegen sehr gut im Zeitplan", sagte Carl-Ludwig Thiele, Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank.

Die Verlagerung aus New York hat die Bundesbank genutzt, um etwa 50 Tonnen Gold auf den heute marktüblichen Barrenstandard "London Good Delivery" umschmelzen zu lassen. "Bei dieser Art von Stichprobenkontrolle haben wir auch auf die Expertise der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich zurückgegriffen. Wie erwartet gab es keine Beanstandungen", sagte Thiele.

Das im Januar 2013 vorgestellte Lagerstellenkonzept sieht vor, dass die Bundesbank ab 2020 die Hälfte der deutschen Goldreserven in eigenen Tresoren in Frankfurt am Main lagert. Dazu sollen schrittweise 300 Tonnen Gold aus New York und die gesamten 374 Tonnen Gold aus Paris nach Frankfurt am Main verlagert werden.

Seit Beginn der Verlagerungen im Jahr 2013 wurden insgesamt 157 Tonnen Gold nach Frankfurt am Main verlagert, davon 67 Tonnen aus Paris und 90 Tonnen aus New York. Das entspricht etwa 23 Prozent der zu verlagernden Menge.

Zum 31. Dezember 2014 verteilen sich die Goldreserven der Bundesbank damit wie folgt auf die einzelnen Lagerstellen:

Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main 1.192 t (35,2 %)
Federal Reserve Bank, New York 1.447 t (42,8 %)
Bank of England, London 438 t (12,9 %)
Banque de France, Paris 307 t (9,1 %)
Insgesamt 3.384 t (100,0 %)

Die Bundesbank stellt sicher, dass es sich von den Entnahmen bei den ausländischen Lagerstellen bis zur Einlagerung in Frankfurt am Main stets um die deutschen Goldreserven handelt. Bereits bei den Entnahmen aus den Lagerstellen im Ausland haben Beschäftigte der Bundesbank einen Abgleich zwischen den Barrenlisten der Bundesbank und den Angaben auf den entnommenen Barren vorgenommen. Schließlich hat die Bundesbank alle verlagerten Goldbarren bei Eintreffen in Frankfurt am Main einer vollständigen Eingangskontrolle und Echtheitsprüfung unterzogen. Auch nach Abschluss sämtlicher Prüfungen ergaben sich keine Beanstandungen bezüglich Echtheit, Feingehalt und Gewicht der Barren.
 
Alt 30.01.2015, 17:54   #24
Beitrag Goldreserven Russlands weiter ausgebaut

Russland hat im Dezember seine Goldreserven weiter ausgebaut. Das ist der neunte Monat in Folge, in denen das Riesenreich seine Goldbestände aufstockt.

Entgegen weitläufiger Spekulationen, Russland habe auf seine Goldreserven zurückgegriffen um den freien Fall des Rubel zu stoppen, hat die Zentralbank von Russland bekannt gegeben, dass die Goldreserven des Landes im Dezember weiter zugenommen haben.

Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, haben die Goldreserven von Russland im Dezember um weitere 600.000 Unzen, oder 18,7 Tonnen, zugenommen. Damit stehen die Goldreserven der Zentralbank von Russland seit dem 1. Januar 2015 bei insgesamt 38,8 Millionen Unzen Gold, oder 1.210 Tonnen. Die Goldzukäufe im Dezember entsprechen grob denen vom November und Oktober vergangenen Jahres. Im September 2014 dagegen hat Russland um ganze 37,3 Tonnen aufgestockt. Der Dezember ist nunmehr der neunte Monat in Folge, in denen Russland Gold hinzukauft.

Laut BusinessRecorder haben die Goldreserven von Russland mit Beginn des neuen Jahres einen Gegenwert von derzeit rund 46 Milliarden Dollar, fast drei Milliarden mehr als noch einen Monat zuvor. Gemäß einem Bericht von Mineweb verfügt Russland damit über die fünftgrößten Goldreserven der Welt, wenn man die Reserven des Internationalen Währungsfonds (IWF, 2.814 Tonnen) nicht mit einbezieht. Ohnehin hat Russland in den vergangenen Jahren damit begonnen, seine Goldbestände massiv auszubauen. Laut den Berichten haben sich die Goldreserven von Russland in den vergangenen zehn Jahren verdreifacht. Allein in den letzten fünf Jahren wurden die Bestände verdoppelt. Demnach sei es auffallend, dass die Länder der Eurasischen Zollunion, Russland, Kasachstan und Weißrussland ihre Goldreserven in den vergangenen Jahren stark ausgebaut haben. Damals wurde spekuliert, dass die drei Länder ihre Goldkäufe untereinander abstimmen.

Allerdings wird weitläufig davon ausgegangen, dass Russland, ebenso wie China, über weitaus mehr Gold verfügt, als es dem IWF meldet. Russland ist, nach China und Australien, der drittgrößte Goldproduzent der Welt. Dort wurden im Jahr 2013 insgesamt 249 Tonnen aus den Minen geholt. Das entspricht rund 20 Tonnen monatlich, also mehr, als es darüber hinaus im Dezember und den Monaten davor jeweils importiert hat. Anders als im Fall von Australien kann deshalb angenommen werden, dass Russland seine eigene Goldproduktion nicht exportiert, sondern zusammen mit den zusätzlichen Goldkäufen seinen Reserven zuführt. Der Umfang der tatsächlichen Goldreserven von Russland ist deshalb nicht bekannt.


Deutschland dagegen leidet unter einem leisen Goldschwund. Kaum bemerkt von der Öffentlichkeit wird der Hort der Bundesbank jedes Jahr ein Stückchen kleiner. 2012 hat die Deutsche Bundesbank wieder Edelmetall verkauft, wie aus Daten der Institution hervorgeht.

Es sind zwar nur ein paar Tonnen, die die Frankfurter Jahr für Jahr abgeben, doch agieren die Deutschen damit gegen den globalen Trend: Während die Bundesbank verkauft, erhöhen zahlreiche andere Notenbanken ihre Edelmetallresen.

Im vergangenen Jahr hat die Bundesbank fünf Tonnen Gold veräußert, mit einem aktuellen Marktwert von 200 Millionen Euro. Seit Ende 2008 summiert sich der deutsche Goldschwund auf mehr als 21 Tonnen. Als Begründung führen die Frankfurter das Sondermünzen-Programm des Bundesfinanzministeriums an, für das die deutsche Zentralbank alljährlich das Edelmetall zur Verfügung stellt.

"Der Goldbestand nimmt regelmäßig geringfügig zur Prägung der deutschen Goldmünzen ab", heißt es dazu in einer Erklärung der Bundesbank.

Kritiker bemängeln jedoch, dass das Finanzministerium das Gold zur Prägung seiner 20- und 100-Euro-Gedenkmünzen genauso gut am Rohstoffmarkt erwerben könnte, ohne die deutschen Reserven anzutasten. Eine Rolle dürfte da spielen, dass die Bundesbank mit jeder Veräußerung beträchtliche Buchgewinne einstreicht, die wiederum dem deutschen Staat zugute kommen.
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Alt 07.02.2015, 20:44   #25
Beitrag Niederländer dementieren Goldkäufe

Am 3. Februar dementierte die niederländische Zentralbank (DNB) Medienberichte über eine angebliche Aufstockung der landeseigenen Goldreserven und erklärte, dass man seit dem vierten Quartal 2008 unverändert 19,691 Millionen Feinunzen Gold halte. Zugleich stellte die Zentralbank die Daten zum Download bereit, die an den Internationalen Währungsfonds einmal pro Quartal geschickt werden, da in den Medienberichten häufig der IWF als Informationsquelle auftauchte.

Vor fast drei Jahren sah sich auch die schwedische Zentralbank gezwungen, vermeintliche Goldkäufe mit Bezug auf die Daten des IWF zu dementieren. Damals wurde den Schweden eine Aufstockung um mehr als 18 Tonnen unterstellt.

Im vergangenen November sorgten die Niederländer schon einmal für Aufregung in der Goldszene. Damals verkündeten sie nämlich, dass man über 122 Tonnen Gold aus den USA in die Heimat zurückgeholt habe und begründete dies damit, dass der kalte Krieg mittlerweile vorüber sei. Unter Berücksichtigung der Entwicklung in der Ostukraine mag so mancher von dieser Einschätzung nicht zu 100 Prozent überzeugt sein.

Dass die Notenbanken an den Goldmärkten schon immer eine gewichtige Rolle spielen, ist bekannt. Jahrelang sorgten sie durch die Reduktion ihrer Goldbestände für erheblichen Verkaufsdruck und sinkende Goldpreise. Mittlerweile gelten sie aber als wichtige Protagonisten des gelben Edelmetalls. Zum einen unbeabsichtigt, weil sie im Zuge der diversen Finanzkrisen die Geldmenge in die Höhe getrieben haben und dadurch Gold wieder interessant gemacht haben. Zum anderen, weil Notenbanken aus den Schwellenländern mittlerweile erkannt haben, dass Euro, Dollar und Yen nicht gerade den gesündesten Eindruck machen und deshalb eine Diversifikation der Währungsreserven eine ausgesprochen sinnvolle Strategie darstellt.

Gold bewegte sich in den vergangenen Jahrzehnten zwar in breiten Bahnen und bereitete vielen Goldbesitzern dadurch nicht immer Freude, musste aber seit mehreren tausend Jahren noch nie einen Totalverlust seiner Kaufkraft hinnehmen. Dass die Währungshüter ihr Gold mittlerweile kaum noch abgeben, sollten Anleger zum Anlass nehmen und dieselbe Strategie verfolgen: kaufen und liegen lassen.

Für die ersten neun Monate 2014 meldete der World Gold Council einen Anstieg der Goldkäufe von Zentralbanken von 324 auf 335 Tonnen. Die russische Zentralbank erhöhte ihre Goldreserven im dritten Quartal um 55 Tonnen und repräsentierte damit mehr als die Hälfte der Nettokäufe aus dem Notenbanksektor. Mit großem Abstand folgten dann die Notenbanken aus Kasachstan (28 Tonnen), Aserbaidschan (7 Tonnen) und Mauritius (2 Tonnen).

Allein die konkrete Höhe der Goldbestände hat allerdings nur eine beschränkte Aussagekraft. Richtig interessant wird der Goldbesitz einer Notenbank, wenn man sie in Relation zu den Währungsreserven setzt. Unter den Top Ten der Länder mit den höchsten Goldreserven fällt vor allem ein Land aus dem Rahmen: China.

Die Chinesen halten gemäß dieser Statistik, lediglich ein Prozent ihrer Währungsreserven in Gold. Dies lässt nur einen Schluss zu: Der Goldappetit aufgrund der Notwendigkeit zu einer breiteren Diversifikation wird auf Jahre hinaus anhalten.

So lange die Akteure an den Finanzmärkten den großen Notenbanken und ihren schützenden Händen trauen, dürfte bei der Krisenwährung Gold ein starker und nachhaltiger Aufwärtstrend gerechtfertigt sein.

Geändert von lurelee (07.02.2015 um 20:49 Uhr)
 
Alt 04.05.2015, 14:43   #26
Beitrag El Salvador verkauft Goldreserven in großem Stil

Die Zentralbank von El Salvador hat fast seine gesamten Goldreserven verkauft. Das kleine zentralamerikanische Land hat vergangenen Monat 80 Prozent seiner Goldreserven für 206 Millionen Dollar an den Mann gebracht. Das berichtet das Branchenportal Mining.com unter Berufung auf Zahlen des Internationalen Währungsfonds (IWF).

Demnach hat El Salvador im vergangenen Monat 5,421 Tonnen Gold verkauft. Die gesamten Goldreserven des Landes betrugen zuvor 6,8 Tonnen. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters war El Salvador damit das einzige Land der Welt, das sich im vergangenen Monat in großem Stil von seinen Goldreserven getrennt hat.

Offiziell begründet wurde der Schritt demnach mit der Risikodiversifikation der Zentralbank von El Salvador sowie einem gestiegenen Goldpreis. Wie es hieß, soll der Erlös aus dem Verkauf der Goldreserven von El Salvador den Devisenreserven der Zentralbank des Landes zugute kommen.

Beobachter bezweifeln jedoch, dass der Goldpreis eine Rolle gespielt haben könnte. Denn das kleine zentralamerikanische Land hat bereits seit dem Jahr 2001 den US-amerikanischen Dollar als offizielle Landeswährung eingeführt. Und gerade der Goldpreis in Dollar ist derzeit von ernstzunehmenden Höhenflügen weit entfernt.

Der eigentliche Grund dafür, dass El Salvador seine Goldreserven in großem Stil monetarisiert, dürfte vielmehr blanke Verzweiflung sein. Denn die Regierung des verarmten zentralamerikanischen Landes sieht sich einer Serie an Millionen-Klagen von verprellten Goldminenbetreibern gegenüber.

Allein eine anhängige Schadensersatzklage des kanadischen Minenbetreibers Pacific Rim Mining könnte San Salvador bis zu 315 Millionen Dollar kosten, wie das Wirtschaftsportal BusinessInVancouver Anfang des Monats berichtete.

Der Fall wird derzeit vom Internationalen Zentrum zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten (International Centre for Settlement of Investment Disputes - ICSID) gehört. Das ICSID ist eine internationale Schiedsinstitution der Weltbank mit Sitz in der amerikanischen Hauptstadt Washington.
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Alt 14.05.2015, 09:13   #27
Beitrag Die 10 größten Zentralbank-Goldlager

Welche 10 Zentralbanken lagern wie viel Gold? Hier die neusten Zahlen, Stand März 2015:

10. Indien 557,7 t
9. Niederlande 612,5 t
8. Japan 765,2 t
7. Schweiz 1.040 t
6. China 1.054 t
5. Russland 1.207,7 t
4. Frankreich 2.435,4 t
3. Italien 2.451,8 t
2. Deutschland 3.384,2 t
1. Vereinigte Staaten von Amerika 8.133,5 t
 
Alt 31.05.2015, 10:53   #28
Beitrag OeNB beschließt Goldlagerstellenkonzept 2020

Die Österreichische Nationalbank schreibt:

Die von der OeNB gehaltenen Goldreserven betragen 280 Tonnen (Stand Mai 2015). Dieser Bestand ist seit 2007 unverändert. Die Goldreserven stehen im Eigentum der OeNB und werden mit größter Sorgfalt gehalten und verwaltet. Gemäß dem aktuellen Lagerstellenkonzept hält die OeNB derzeit 17 % ihrer Goldbestände in Österreich, 80 % im Vereinigten Königreich und 3 % in der Schweiz.

Gemäß der tourlichen Evaluierung der OeNB-Goldstrategie und des Lagerstellenkonzepts und unter Berücksichtigung der Empfehlungen des österreichischen Rechnungshofes hat das OeNB-Direktorium kürzlich die Goldstrategie und das Lagerstellenkonzept 2020 beschlossen. Dieses Konzept sieht vor:

• Bis zum Jahr 2020 sollen 50 % des Goldbestandes in Österreich (OeNB und Münze Österreich AG), 30 % in London und 20 % in der Schweiz gelagert werden.
• Die Anpassung an die Zielstruktur erfolgt schrittweise ab Jahresmitte 2015 basierend auf den sicherheits- und transporttechnischen Voraussetzungen.
• Im Jahr 2019 erfolgen neuerlich eine umfassende Evaluierung und gegebenenfalls eine Adaptierung des Lagerstellenkonzeptes.
• Über die erreichten Fortschritte wird im jeweiligen Geschäftsbericht berichtet.
 
Alt 12.06.2015, 14:53   #29
Beitrag Goldreserven weltweit: Entwicklung seit Jahresbeginn 2015

Der World Gold Council (WGC) hat in einer aktuellen Veröffentlichung die Veränderungen staatlicher Goldbestände seit Anfang Januar 2015 bekanntgegeben. Zugleich erschien ein aktualisiertes Ranking der weltweit 100 größten Goldreserven der Zentralbanken und ähnlicher Institutionen. Die Zahlen des WGC beruhen auf den International Financial Statistics des Internationalen Währungsfonds.

Den mit deutlichem Abstand größten Zuwachs der eigenen Goldreserven verzeichnete in absoluten Zahlen Russland: Verkäufen von 0,5 Tonnen im Januar standen Käufe von 30,5 Tonnen im März und dann nochmals von 8,3 Tonnen im April gegenüber, sodass sich die Goldreserven Russlands insgesamt um 38,3 Tonnen Gold auf nun 1246, 6 Tonnen erhöhten. Im Ranking der bedeutendsten staatlichen Goldreserven liegt Russland damit auf Platz 6.

Zu den weiteren bedeutenden Nettokäufern von Gold zählte Jordanien, das seine Positionen im Januar um 14 Tonnen aufgestockt hat und nun 33,3 Tonnen des Edelmetalls hält. Weißrussland erhöhte seine Goldreserven um 2,9 Tonnen, Litauen um 1,6 Tonnen und Malaysia um 1,2 Tonnen.

Die größten Abflüsse waren mit 16,1 Tonnen bei der Zentralbank der Türkei feststellbar. Diese Zahl berücksichtigt bereits die Erhöhung der Position im März um 2,7 Tonnen, bei der es sich technisch allerdings nicht um Goldkäufe gehandelt hatte, sondern um neu verbuchte Mindesteinlagen von Geschäftsbanken bei der türkischen Zentralbank. Insgesamt belaufen sich die türkischen Reserven nun auf 513,0 Tonnen.

Zu den weiteren Staaten, die seit Januar netto Gold verkauft haben zählen El Salvador (-5,4 Tonnen), die Mongolei (-1,1 Tonnen) Sri Lanka (-0,8 Tonnen) und auch Deutschland (-0,8 Tonnen).


Aktuelle Top 10 der größten staatlichen Goldreserven

1. USA 8.133,5 Tonnen
2. Deutschland 3.384,2 Tonnen
3. IWF 2.814,0 Tonnen
4. Italien 2.451,8 Tonnen
5. Frankreich 2.435,4 Tonnen
6. Russland 1.246,6 Tonnen
7. China 1.054,1 Tonnen
8. Schweiz 1.040,0 Tonnen
9. Japan 765,2 Tonnen
10. Niederlande 612,5 Tonnen

Die obenstehende Übersicht zeigt die zehn derzeit größten staatlichen Goldbestände. Der Internationale Währungsfonds, obwohl kein Staat, wird traditionell in das Ranking des WGC mit aufgenommen. Die Aktualität der Angaben hängt von den Berichten der einzelnen Staaten beziehungsweise Zentralbanken ab.

Länder wie Kasachstan, Russland oder die Türkei melden Ihre Verkäufe und Verkäufe regelmäßig an den IWF. Chinas letztes Update hingegen stammt aus dem April des Jahres 2009. Kaum ein Analyst geht inzwischen noch davon aus, dass die Reserven der Volksrepublik tatsächlich seit sechs Jahren unverändert bei gut 1.054 Tonnen liegen.
 
Alt 14.08.2015, 16:30   #30
Beitrag Aufstockung um über 600 Tonnen von China

Der World Gold Council veröffentlichte am 6. August aktuelle Daten über die aktuellen Goldreserven der verschiedenen Länder. Darin enthalten ist das bereits gemeldete Lagerplus der Chinesen. Demzufolge belaufen sich im Reich der Mitte die staatlichen Goldreserven nun auf 1.658,10 Tonnen (zuvor: 1.054,09 Tonnen) und repräsentieren damit 1,6 Prozent der Währungsreserven des Landes.

Diese Aufstockung um über 600 Tonnen seit der letzten Meldung der Chinesen erfolgte in einem Zeitraum von 2009 bis 2015. Nennenswerte Zuwächse waren zudem in Russland zu beobachten, wo in diesem Jahr die Goldbestände um 66,9 Tonnen auf 1.275,00 Tonnen aufgestockt wurden.

Zu sehr sollte man die Daten allerdings nicht für bare Münze nehmen. In diesem Zusammenhang sollte man sich die Diskussionen, Spekulationen und Verschwörungstheorien um das in den USA gelagerte Gold Deutschlands ins Gedächtnis rufen. Davor ist übrigens selbst die USA nicht gefeit – dort wird nämlich bezweifelt, dass die US-Regierung über die gemeldeten 8.133,5 Tonnen überhaupt noch frei verfügen kann. Die Statistik zeigt jedoch eines ganz klar: Viele Staaten außerhalb der Währungsräume von Euro, Dollar, Pfund und Yen halten Gold durchaus für kaufenswert, während die meisten anderen ihre Goldbestände zumindest als haltenswert betrachten. Massive Nettoverkäufe kann man derzeit lediglich der Türkei attestieren, die auf diese Weise ihr Handelsbilanzdefizit reduzieren möchte.


Aktuelle Top 10 der größten staatlichen Goldreserven

1. USA 8.133,5 Tonnen
2. Deutschland 3.381,0 Tonnen
3. IWF 2.814,0 Tonnen
4. Italien 2.451,8 Tonnen
5. Frankreich 2.435,4 Tonnen
6. China 1.658,1 Tonnen
7. Russland 1.275,0 Tonnen
8. Schweiz 1.040,0 Tonnen
9. Japan 765,2 Tonnen
10. Niederlande 612,5 Tonnen
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